Historie

Vereinsgründung:

22. September 2003, am Sitz der parlamentarischen Gesellschaft in Berlin

Gründungsmitglieder:

Dr. Elke Leonhard, Peter Rauen, Bernhard Kaster, Roger Graef, Dr. Michael Dietzsch, Michael Billen, Mathilde Weinandy, Monika Fink, Elfriede Meurer, Alexander Licht, Dieter Burgard, Christoph Holkenbrink, Rudolf Becker, Klaus Rodens, Lothar Herres, Ingolf Bermes, Dr. Günther Grün, Helmut Berscheid

Die Gründungsmitglieder mit den amerikanischen Gästen nach dem Empfang im VerteidigungsministeriumEmpfang beim damaligen Bundesminister der Verteidigung, Herrn Peter Struck im Jahre 2003 

 

 

 

 

 

 

 

 Zur Vereinsgründung  nachstehend die damaligen Statements unserer Gründungsmitglieder Dr. Michael Dietzsch und Roger Graef. Dr. Dietzsch war 10 Jahre Vorsitzender des Vereines und Herr Graef in dieser Zeit einer seiner Stellvertreter.

Statement des HNC-Präsidenten Dr. Michael Dietzsch

HNC-Präsident Dr. Michael DietzschDie Gründung des Host Nation Council Spangdahlem e.V., 2003, geht zurück auf den Zeitpunkt als politisch die deutsch-amerikanischen Beziehungen auf dem Tiefpunkt standen. Damals haben sich, überparteilich, Persönlichkeiten aus der Region in Rheinland-Pfalz zusammengetan, um mit einer Initiative den Neubeginn der deutsch-amerikanischen Beziehung freundschaftlich zu begehen, denn immerhin haben die Amerikaner für uns in Deutschland 50 Jahre lang für Aufbauhilfe, für Verteidigung und Sicherheit gesorgt.

Da in Rheinland-Pfalz die allermeisten in Deutschland stationierten Amerikaner leben, liegt es auch in der Verantwortung der Region für gute Beziehungen zu den Amerikanern zu sorgen.  Wir haben mit der Gründung des Host Nation Council mehrheitlich alle Gemeinden, Kreise und Städte, die um den Flugplatz Spangdahlem liegen, gewinnen können und haben damit den politischen Rückhalt bekommen, den wir nutzen um den Amerikanern, solange sie hier stationiert  und unsere Gäste sind, auf allen möglichen Gebieten Unterstützung zu gewähren, sie einzuladen für besondere Programme.

Das erste Programm war eine Einladung der Offiziere von der U.S. Airforce in Spangdahlem nach Berlin mit einer Einladung und einem Empfang beim Bundesverteidigungsminister. Wir waren im Museum der Luftfahrtschau, wir waren natürlich an der Stelle wo Checkpoint Charlie stand und wir haben in Berlin, in der parlamentarischen Gesellschaft, unsere erste Gründungsversammlung abgehalten. Dort wurde der Vorstand und der Vorsitzende gewählt und ich bin stolz darauf, dass diese Organisation als überparteiliche Organisation im Vorstand aus Bundestagsabgeordneten, Abgeordneten des Landtages, dem Landrat des Landkreises und  den umliegenden Gemeinden, vertreten durch ihre Bürgermeister, besteht.

Unser Ziel ist es, daran zu erinnern, und ich glaube das ist besonders für die Jugendlichen heute wichtig zu wissen, dass die Amerikaner uns in den früheren Jahren, nämlich in den 50´iger und 60´iger Jahren, sehr geholfen haben. Ich selber gehöre der Generation an, die noch amerikanische Care-Pakete und vor allen Dingen Schulspeise bekommen haben. Das darf nicht in Vergessenheit geraten und daran muss wieder erinnert werden und das tun wir durch unseren freundschaftlichen Kontakt zu den Amerikanern. Mit unserer Unterstützung wird ihnen hier die Lebensqualität verbessert. Das hat letztlich vielleicht auch Auswirkungen auf die Frage, die Amerika im Moment im Kongress bewegt: Wo werden Truppenreduzierungen gemacht? Überall in der Welt wird durch die BRAC-Komission die Standortdichte und -stärke überprüft und nach der Schließung der Bitburg Airbase in Bitburg wissen wir welchen wirtschaftlichen Nachteil es hat, wenn ein solcher Wirtschaftfaktor verschwindet oder reduziert wird. Das ist auch ein Teil unserer Gedanken die uns bewegen in dem wirtschaftlich strukturschwachen Gebiet in dem die Airforce Base Spangdahlem liegt Konversionspläne wie wir sie in Bitburg verwirklichen konnten werden dort nicht möglich sein. Auch das und daran zu erinnern ist Aufgabe des Host Nation Council mit dem Ziel den Amerikanern auch in den USA durch ein gutes Beispiel Eindruck zu hinterlassen, was sie letztendlich vielleicht bewegt ihre Präsenz hier auf Dauer auszurichten, zum Wohl der einheimischen Wirtschaft aber auch zum Wohl der einheimischen Kontakte zu den Amerikanern. Man darf auch nicht vergessen, dass viele tausend Ehen geschlossen worden sind von jungen Amerikanern die hier stationiert waren und junge Frauen gefunden haben, sie geheiratet haben und mit nach Amerika genommen haben um Familien zu gründen. Diese freundschaftlichen, fast familiären Verbindungen gilt es aufrecht zu erhalten, denn das Zusammenleben mit den Amerikanern in der Eifel stellt gleichzeitig eine kulturelle Brücke zwischen den USA und Deutschland dar.

Statement von Landrat Roger Graef

Landrat Roger GraefSeit mehr als 50 Jahren gehören die Amerikaner untrennbar zu unserer Region in der Eifel. Sie haben die Kultur und das Leben in der Eifel entscheidend mitgeprägt und wir wollen, daß das so bleibt. So haben sich im Jahre 2003 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammengetan um sich für den Fortbestand der Airbase Spangdahlem stark zu machen, zum einem indem sie auf die Bedeutung der Wirtschaftskraft der Airbase hinweisen, zum anderen indem wir uns um eine weitere Vertiefung der schon engen, freundschaftlichen Beziehung zu den amerikanischen Mitbürgern bemühen. So haben wir ein Kontaktbüro auf dem Flugplatz Spangdahlem eingerichtet, um auf diese Weise den amerikanischen Mitbürgern bei der Bewältigung der Alltagsprobleme zu helfen und auf der anderen Seite bemühen wir uns, die amerikanische Flugplatzleitung bei ihren Programmen zu unterstützen.

Zum Beispiel bei dem Programm "Support an Airman", wo es darum, geht junge amerikanische Soldaten in deutsche Familien zu vermitteln, die dort für eine bestimmt Zeit ins deutsche Familienleben integriert werden. Wir vom HNC verstehen uns auch als Ansprechpartner für junge amerikanische Familien, die, wenn sie abkommandiert werden und Frau und Kinder beispielsweise zurücklassen müssen. Hier wollen wir diesen jungen Frauen helfen bei der Bewältigung ihrer Alltagsprobleme, indem sie z.B. in ihren jeweiligen Gemeinden, in denen sie leben, einen deutschen Ansprechpartner haben der mit ihnen in ihrer Sprache kommunizieren kann, der sie begleitet zu Behördengängen, der sich also der Probleme des Alltags in den amerikanischen Familien annimmt.

Mir persönlich bedeutet die amerikanische Freundschaft sehr viel, denn die Amerikaner haben uns geholfen die Bundesrepublik wieder aufzubauen, sie haben uns in all den Jahren begleitet, sie haben in ganz entscheidender Weise mitgeholfen, dass sich die Bundesrepublik und die neuen Bundesländer wieder vereinigen konnten, sie haben mitgeholfen, Frieden, Freiheit und Sicherheit in Europa zu erhalten in Zeiten des kalten Krieges und ich denke diese wichtige Rolle der Amerikaner für den Frieden in der Welt wird auch weiterhin anhalten und wir sollten uns glücklich schätzen, dass wir unter diesem Schutzschirm der Amerikaner viele viele Jahre des Friedens in der Bundesrepublik verbringen konnten und ich hoffe auch in Zukunft Freundschaften müssen immer von der Jugend her gelebt werden, so wie das in der deutsch-französischen Freundschaft oder jetzt in den Freundschaften zu den neuen osteuropäischen Ländern, so gilt das auch zu unseren amerikanischen Freunden, sie muss von der Jugend her gelebt werden und deshalb bemühen wir uns auch junge Amerikaner in deutsche Familien zu bringen damit sich diese freundschaftlichen Kontakte, die wir ja auf vielen Ebenen schon haben, von daher noch zu vertiefen und jeder Amerikaner der aus der Eifel weggeht in die USA oder sonst wo in die Welt ist ein wunderbarer Botschafter für die Eifel, für die Bundesrepublik Deutschland. Ein weiteres Ziel für den HNC sehe ich darin, die ohnehin schon guten Beziehungen zu den Amerikanern noch weiter zu vertiefen, in den vielen Dörfern in denen unsere amerikanischen Freunde leben und der Wechsel ist ja hier sehr groß, dass  heißt diese Freundschaften immer wieder neu zu beginnen und für solche Freundschaften zu werben.